Offene Türen und gebende Hände für Senioren

Sommerfest im Seniorenzentrum March will Senioren im Ort erreichen und spendet Erlös für Projekte in der Ukraine und Äthiopien
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Das ukrainische Ensemble "Original" mit Ulane (Zimbel), Roman (Git ...mehr

HUGSTETTEN (lil). Zum alljährlichen Sommerfest im DRK-Seniorenzentrum March am Sonntag gab es, wie bestellt, gutes Wetter, so dass die zahlreichen Gäste auch den Außenbereich des Hauses zum geselligen Beisammensein nutzten. Es wurde bewirtet und zur Unterhaltung spielten drei Musiker aus der Ukraine auf.

In dem 2003 eröffneten Seniorenzentrum leben derzeit 43 Bewohner in eigenen Appartements. Der Kontakt zur Bevölkerung wird nicht nur durch das Hauseigene Café "Vis a Vis" (geöffnet montags, dienstags, freitags und jeweils am letzten Samstag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr), sondern auch durch verschiedene Freizeitangebote hergestellt. Fast alle Veranstaltungen sind öffentlich, doch einige Senioren trauen sich noch immer nicht recht zu Gymnastik, Gedächtnistraining oder Tanz. Diese Zurückhaltung ist aber ganz unbegründet, erläutert Katharina Storch vom DRK, jeder sei herzlich willkommen und gerade die Tanzgruppe suche immer nach neuen Tanzwilligen. Getanzt werden Tänze aus aller Welt, selbstverständlich dem Alter angepasst.

Auch an einem Festtag wie diesem denkt man im Seniorenzentrum an Menschen, die im Alter ein schwieriges Schicksal haben. An gleich zwei Organisationen geht ein Teil der Einnahmen aus der Bewirtung und die zudem eingehenden Spenden. So werden bei einem langjährigen Projekt des Roten Kreuzes in der Ukraine mit dem Geld Altennachmittage organisiert und auch wichtige Gesundheitsvorsorge für Senioren bezahlt. Die andere gemeinnützige Organisation ist der im Juni diesen Jahres gegründete Solarclub, der Menschen hilft, die nicht einmal das Lebensnotwendigste haben: Gut fünfzehn alten Menschen, meist Frauen, in einem kleinen Dorf in Äthiopien. Sie haben nicht einmal genügend Wasser und Nahrung und fristen ein verlassenes Dasein in ihren Hütten. Doch es soll nicht nur mit Nahrung, Kleidung und einer angemessenen Unterkunft geholfen werden, das Hauptaugenmerk gilt der Bildung einer Dorfgemeinschaft. So soll ein soziales Netzwerk aufgebaut werden in dem die jungen Menschen lernen, den Älteren zu helfen um so zumindest deren Grundversorgung zu sichern.

Das ehrenamtliche Engagement endet also nicht vor der eigenen Seniorenzentrumstüre. Das wichtigste Anliegen bleibt aber die bessere Einbindung der in den Marcher Ortsteilen lebenden Senioren.

Badische Zeitung vom 14.08.2007

 

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