Aktuelle Meldung

Aus dem Gemeinderat vom 20.02.2017


Siedlungsflächenentwicklung in der Region Freiburg

Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Freiburg i.Br. und der Region ist seit Jahren kontinuierlich steigend. Künftig ist eher mit einer Beschleunigung statt einer Stagnation dieser Entwicklung zu rechnen. Daher suchte die Stadt Freiburg Kontakt zu den Umlandgemeinden, um eine abgestimmte, geordnete, bedarfsgerechte und nachhaltige Wohnbauflächenentwicklung entlang der Entwicklungsachsen des Regionalplans Südlicher Oberrhein zu erarbeiten. Ziele und Inhalte der Siedlungsflächenentwicklung sollen in einer gemeinsamen Erklärung fixiert werden. Kooperationspartner des Pilotprojektes sind neben den beteiligten Gemeinden, die Stadt Freiburg i.Br., die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie der Regionalverband Südlicher Oberrhein. Die gemeinsame Erklärung soll Grundlage einer späteren Kooperationsvereinbarung sein und enthält keine Verpflichtungen. Vor einer möglichen, verbindlichen Kooperation, wären zunächst die Ziele und Vorstellungen der Gemeinde March festzulegen, um diese in die Kooperationsvereinbarung einbringen zu können.

Der Gemeinderat hat die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Siedlungsflächenentwicklung in der Region Freiburg“ befürwortet.

Über den Abschluss eines Kooperationsvertrages auf Grundlage der „Gemeinsamen Erklärung“ soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Der Gemeinderat hat gebeten, zeitnah in die weitere Entwicklung eingebunden zu werden.

Entwicklung der Kindergärten in March
Hier: Beschlussfassung über die Einrichtung von zwei Kleinkindgruppen mit Standortentscheidung und über die Sanierung des Kindergartens Buchheim-Ort

Auf Grund der Entwicklung der Kinderzahlen besteht, auch nach Rückmeldungen der Kindergartenleitungen, zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder. Daher sollen zum Kindergartenjahr 2017/2018 zwei neue Kleinkindgruppen geschaffen werden. Auf Grund der aktuellen Anmeldungen ist davon auszugehen, dass eine Gruppe sofort und die zweite Gruppe im Laufe des Kindergartenjahres 2017/2018 belegt werden können. Über die Notwendigkeit der Schaffung neuer Betreuungsplätze besteht im Gemeinderat Einigkeit. Uneins ist man sich jedoch über den Standort. Von den ursprünglich angedachten Varianten
  • Umbau Kindergarten Buchheim Ort
  • Anbau an das Kinderhaus Am Bürgle
  • Anbau an den Kindergarten Neuershausen
  • Neubau im Zentralgebiet
haben sich in der Sitzung zwei „Favoriten“ herauskristallisiert. Die Verwaltung plädiert für einen Neubau eines Krippenhauses im Zentralgebiet und Auflösung des Kindergartens Buchheim Ort. Dessen Räumlichkeiten sollen nach dem Umzug an eine soziale Einrichtung vermietet werden, die im Bereich der Tagespflege tätig ist. Da der Neubau eines Krippenhauses abhängig ist von der Entwicklung des Zentralgebiets als „Neue Mitte“ müssten die Kinder übergangsweise in mobilen Gruppenräumen untergebracht werden. Die anwesenden Kindergartenleiterinnen unterstützten den Vorschlag der Verwaltung. Sie sehen den Vorteil, dass ein Neubau auf den aktuellen Bedarf abgestimmt und ein entsprechendes pädagogisches Konzept für die Kleinkindbetreuung ausgearbeitet werden kann.

Eine Mehrheit des Gemeinderats hat sich für einen Anbau am Kindergarten Neuershausen ausgesprochen. Hauptargumente hier waren die Stärkung des Ortsteils und der Ausbau des Betreuungsangebots sowie die Nutzung der vorhandenen Infrastruktureinrichtungen.

Die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der beiden Standorte wurden, ebenso wie die jeweiligen Kosten, kontrovers und heftig diskutiert. Am Ende der Sitzung konnte keine Einigung herbeigeführt werden, obwohl der Sachverhalt bereits in einer Klausurtagung und zwei nichtöffentlichen Gemeinderatssitzungen vorberaten wurde. Die Entscheidung wurde erneut vertagt.

Bürgermeister Mursa wies darauf hin, dass bis zum September kein Anbau in Neuershausen realisiert werden könne. Daher wäre auch bei dieser Variante eine Übergangslösung mit mobilen Gruppenräumen erforderlich, um den Bedarf zum neuen Kindergartenjahr abdecken zu können. Die Verwaltung wurde beauftragt nochmals konkrete Kosten für die mobilen Gruppenräume zu ermitteln und auch die Kosten für einen Anbau in Neuershausen noch einmal zu konkretisieren.
Redakteur / Urheber
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Joachim Heinrich, Hauptamtsleiter Gemeinde March

  • Gemeinde March
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