Aktuelle Meldung

Tank- und Rastanlage March


Zwei Jahre nach Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für eine neue bewirtschaftete Rastanlage nördlich der Anschlussstelle Freiburg-Nord an der A 5 bei March-Holzhausen und ebenfalls zwei Jahre nach der öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung in der Holzhauser Gemeindehalle wird es erneut eine öffentliche Bürgerinformation geben. Dies haben Bürgermeister Hügele und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer vereinbart. Das Regierungspräsidium Freiburg plant, den Bürgerinnen und Bürgern die überarbeitete Planung am 15. November in der Gemeindehalle Holzhausen vorzustellen.
 
Fest steht, dass es nach wie vor bei Holzhausen eine Rastanlage geben soll, die sich allerdings im Unterschied zur ersten Planung parallel zur Autobahn auch auf Gemarkung Freiburg erstrecken würde. Eine erneute Untersuchung der derzeitigen LKW-Stellplatzsituation für die gesamte BAB 5 hat eine abschnittsgenaue Prognose für die benötigten Park- und Rastflächen und deren Lage ergeben und die Notwendigkeit einer Rastanlage nördlich von Freiburg erneut bestätigt. Der Bund hält daher weiter an dem Projekt fest, das Regierungspräsidium Freiburg ist für die Planung verantwortlich.
 
Am 15. November wird aber nicht mehr der alte Plan von 2012 zur Diskussion stehen, denn inzwischen wurde die Planung weiter entwickelt. „Mit dieser neuen Planung wollen wir der Vielzahl der Einwendungen und somit den Interessen der betroffenen Menschen Rechnung tragen“, sagt Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Die zuständige Planerin des Regierungspräsidiums, Bilke Heckersbruch, nennt Einzelheiten der geänderten Planung: „Da die Holzhauser Bürgerinnen und Bürger vor allen Dingen den nächtlichen Lärm von LKW-Kühlaggregaten fürchten haben wir im Unterschied zur alten Planung die LKW-Stellplätze deutlich abgerückt und von der Bebauung weggedreht. Sie liegen jetzt im Mittel rund 500 m entfernt von der nächsten Wohnbebauung. Damit wird die Zahl der zusätzlich vom Lärm Betroffenen sehr deutlich reduziert, wobei es sich um eine rein rechnerische und im Mittel nicht wahrnehmbare Erhöhung um 1 dB(A) handelt“. Auch die Anbindung an die Autobahn selbst und die innere Erschließung der Rastanlage werde optimiert, um Fahrzeuge nach dem Tanken auf direktem Weg wieder zur Autobahn zu führen. Eine so genannte Verteilerfahrbahn, die im Bereich der Rastanlage als 3. Fahrspur durch Leitplanken von der Autobahnfahrbahn getrennt werden, gewährleistet lt. Heckersbruch mehr Sicherheit beim Ab- bzw. Zufahrt von bzw. auf die Autobahn. Mit der neuen Gestaltung parallel zur Autobahn könnte die Gemeinde auch angrenzend ein Gewerbegebiet ausweisen, wenn dieser neue Entwurf so umgesetzt würde.
 
„Der optimale Lärmschutz für die Angrenzer ist uns bei dieser Planung ein zentrales Anliegen. Wir prüfen daher in den nächsten Wochen noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Lärmschutzwall an der Autobahn“, betont die Regierungspräsidentin.
 
Details können die Bürgerinnen und Bürger am Samstag, dem 15. November beim sogenannten „Bürger-Marktplatz“ erfahren und hinterfragen. Dort gibt es neben einem Vortrag zu den wesentlichen Änderungen der neuen Planung Angebote, sich an verschiedenen Informationsständen direkt zu Fragen des Lärmschutzes, des Eingriffs in Natur und Landschaft, der Verkehrssicherheit etc. zu informieren. „Auf diese Weise können wir besser in den Dialog treten, es kann besser gefragt, besser geantwortet und noch besser diskutiert werden“, so Bärbel Schäfer.
 
Die förmliche Offenlegung der Pläne im Planfeststellungsverfahren wird nach erfolgter Freigabe der Entwürfe durch Land und Bund voraussichtlich im nächsten Jahr erfolgen
 
Die beim Informationsgespräch anwesenden Vertreter aus March nahmen die Planung zu Kenntnis, Stellung werden die kommunalen Gremien erst zu einem späteren Zeitpunkt nehmen.
 
Den neuen Entwurf, der noch unverbindlich ist, sehen Sie nachfolgend.

Planung Rastanlage