Aktuelle Meldung

Flüchtlingsinformationen


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde March,
 
angesichts der zahlreichen Meldungen in den Nachrichten und der Tagespresse möchten wir Sie in unserem Mitteilungsblatt über die aktuelle Situation der Flüchtlinge vor Ort in March informieren. In Anlehnung an die Fragen, die unserer Verwaltung oft gestellt werden, haben wir die Informationen in einen Frage-/Antwortkatalog eingebunden.
 
 
Wie viele Flüchtlinge sind aktuell in March untergebracht?

Derzeit leben insgesamt 42 Flüchtlinge in Folgeunterbringung in der Gemeinde March. Hinzu kommen 7 Personen die zur Vermeidung von Obdachlosigkeit in gemeindeeigene Unterkünfte eingewiesen werden mussten.
 
 
Wo sind die Flüchtlinge untergebracht?
Die Gemeinde betreibt derzeit 3 Unterkünfte. Die Standorte sind in der Herrenstraße 4 (Hugstetten), in der Sportplatzstraße 11a, (Container im Zentralgebiet Buchheim) und in der Gewerbestraße 23 (Neuershausen). Darüber hinaus ist es uns gelungen, zwei junge Familien an private Vermieter zu vermitteln.
 
Die Kapazität der genannten Unterkünfte ist nahezu erschöpft, so dass die Gemeinde in naher Zukunft weitere Standorte zur Unterbringung von Flüchtlingen ausweisen muss. Zu gegebener Zeit wird hierzu eine Bürgerinformation erfolgen.
 
 
Aus welchen Ländern kommen die Menschen, die bei uns untergebracht sind?
Eritrea 15
Gambia 12
Serbien 5
Kamerun 4
Kosovo 3
Nigeria 2
Sri Lanka 1
 
 
Wie ist die Sozialstruktur der Flüchtlinge, die bei uns sind?
Männer 31
Frauen 11
davon:
Kinder unter 18 1
Anzahl Familien 9
 
 
Wie ist die Prognose für das Jahr 2016?
Nach der aktuellen Auskunft der Zuweisungsbehörde im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald muss die Gemeinde March auch im kommenden Jahr mit hohen Zuweisungszahlen rechnen. Für 2015 liegt die Zuweisungsprognose bei 42 Menschen; diese Zahl wird voraussichtlich auch 2016 erreicht werden.
 
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass Prognosen mangels genauer Zahlen nur schwer möglich sind. Die Verwaltung bereitet sich darauf vor, dass Ende 2016 rund 100 Personen in March untergebracht sein könnten.
 
 
Wird auch der Landkreis Flüchtlinge in March unterbringen?
Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald benötigt Standorte für die Erstunterbringung von Flüchtlingen; d.h. die vorläufige Unterbringung zwischen der Erstaufnahmestelle und der Folgeunterbringung, für die die Kommunen zuständig ist. Aus diesem Grund sucht das Landratsamt in allen Kreisgemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern nach geeigneten Standorten Die Gemeindeverwaltung befindet sich derzeit in Gesprächen mit den Verantwortlichen. Ergebnisse liegen aktuell noch keine vor. Auch zu diesem Punkt werden die Bürgerinnen und Bürger sobald wie möglich ausführlich informiert werden
 
 
Wohin kann ich mich wenden, wenn ich selbst helfen will?
In March existiert ein Helferkreis für die Flüchtlinge, der sich regelmäßig trifft und sich gegenseitig austauscht. Aktuelle Versammlungen werden im Gemeindemitteilungsblatt veröffentlicht. Der Helferkreis betreut die Flüchtlinge im Alltagsleben (z.B. Arztbesuche, Behördengänge etc.), organisiert Sprachunterricht, nimmt Sachspenden entgegen und hat mittlerweile auch eine Kleiderkammer eingerichtet. Ansprechpartnerin für den Helferkreis ist Frau Claudia Probst, Tel. 1492. Des weiteren werden die Flüchtlinge von der Sozialarbeiterin Christine Gfrörer (Tel. 422-9501) betreut.
 
Das Thema Flüchtlinge mit allen dazugehörigen Aufgaben und Schwierigkeiten stellt die Gemeinde March vor große Herausforderungen. Aktuell sind wir insbesondere damit beschäftigt, ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen und werden uns in den kommenden Jahren vor allem mit der Integration der hier ankommenden Menschen beschäftigen. Diese Aufgabe kann nur gelingen, wenn sich Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv und zahlreich beteiligen und sich zur Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge einbringen. Hierzu zählt z.B. auch die Vermittlung von Arbeit, die Einbeziehung in das örtliche Leben, sei es im politischen- oder im Vereinsleben. Auch wer nur wenig Zeit aufbringen kann, kann damit einem Flüchtling ein Stück weit helfen und den Helferkreis unterstützen.
 
An dieser Stelle all jenen ein herzliches „vergelt´s Gott“, die sich bereits in der Vergangenheit engagiert und mit dazu beigetragen haben, dass die zu uns kommenden Menschen sich willkommen und angenommen fühlen.
 
 
Helmut Mursa
Bürgermeister
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Redakteur / Urheber