Aktuelle Meldung

Aus dem Gemeinderat vom 26.10.2015


Beratung und Beschlussfassung über das Betriebsergebnis 2014 für den Gemeindewald March

Herr Stiefvater, der Leiter des Forstreviers erläuterte den Gemeinderäten das Betriebsergebnis. Das Forstjahr 2014 kann, so Herr Stiefvater, als durchschnittliches Forstjahr bezeichnet werden. Prägend war die insgesamt schlechte Laubholzmarktlage. Lediglich im Bereich Eichenholz konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Auch gab es eine hohe Nachfrage nach Brennholz, was sich allerdings nur geringfügig auf das Betriebsergebnis ausgewirkt hat. Insgesamt konnten 73.836,00 € an Einnahmen erzielt werden. Demgegenüber standen Ausgaben in Höhe von 103.985,00 €, so dass das Forstwirtschaftsjahr 2014 mit einem Minus von 30.149,00 € abgeschlossen wurde. Das Betriebsergebnis wurde vom Gemeinderat einstimmig festgestellt.

 

Beratung und Beschlussfassung über die Betriebsplanung 2016 für den Gemeindewald March

Herr Erler, Revierleiter des Gemeindewaldes, trug den Betriebsplan für 2016 vor. Vorgesehen ist ein Holzeinschlag von 2.100 Festmetern. Diese Menge liegt um 100 Festmeter über dem durchschnittlichen jährlichen Hiebsatz. Geplanten Einnahmen in Höhe von 57.400,00 € stehen Ausgaben in Höhe von 87.200,00 € gegenüber. Im Bereich Eschenstammholz wirkt sich das Eschentriebsterben weiter auf den Einschlag aus, der mit 170 Festmetern dem Einschlag des Vorjahres entspricht. Herr Erler führt aus, dass befallene Bäume geerntet werden müssen, bevor ein Totalverlust entsteht. Im Jahr 2016 soll zum ersten Mal ein Vollernter in Teilbereichen des Gemeindewalds eingesetzt werden. Eine entsprechende Information für die Bürger soll rechtzeitig im Vorfeld erfolgen. Geplanten Einnahmen in Höhe von 68.00,00 € stehen Ausgaben in Höhe von 104.500,00 € gegenüber. Der Gemeinderat stimmte der vorgestellten Betriebsplanung zu.

 

Finanzzwischenbericht

Rechnungsamtsleiter Walter Hunn erläuterte die Zahlen des Finanzzwischenberichtes. Im Verwaltungshaushalt wurden für das Haushaltsjahr 2014 insgesamt 21.343.104,00 € veranschlagt. Der derzeitige Stand der Einnahmen beträgt 13.013.183,00 €, die aktuellen Ausgaben belaufen sich auf 11.539.131.00 €. Auf Grund der vorliegenden Zahlen ist gegen Ende des Haushaltsjahres mit einem Überschuss von ca. 500.000,00 € zu rechnen. Im Vermögenshaushalt war eine Rücklagenentnahme von 4.459.149,00 € vorgesehen, die um rund 460.000,00 € geringer ausfallen wird, was sich positiv auf die Rücklagen der Gemeinde auswirkt. Insgesamt belaufen sich die veranschlagten Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushalts im Jahr 2014 auf insgesamt 8.249.976,00 €. Die Gemeinderäte nahmen zustimmend von dem vorgestellten Finanzzwischenbericht Kenntnis.

 

Lärmaktionsplanung für die Marcher Hauptverkehrsstraßen
a) Beschluss der vorgeschlagenen Maßnahmen
b) Antrag an die Verkehrsbehörde zur Umsetzung der Maßnahmen


 

Nach den Vorgaben der EG-Umgebungslärmrichtlinie ist für Hauptverkehrswege über dem Schwellenwert von 3.000.000 Kfz/Jahr bzw. 8.200 Kfz/24h eine Lärmkartierung zu erstellen. In March bzw. direkt an das Gemeindegebiet angrenzend, weisen die Bundesautobahn A 5, die Landesstraße 116, Landesstraße 187, Kreisstraße 4920 und Kreisstraße 4978 hohe Verkehrsstärken auf, die zumindest abschnittsweise die Schwellenwerte überschreiten. Entlang dieser Verkehrswege ist von hohen Lärmbelastungen der Anwohner auszugehen. Deshalb wurde für diese Verkehrswege ein Lärmaktionsplan der zweiten Stufe aufgestellt. Das heißt, die Lärmeinwirkungen dieser Verkehrswege (Lärmkartierung) und mögliche Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastungen wurden untersucht (Aktionsplan).

Das Ergebnis der bisherigen Untersuchungen und der Entwurf der Lärmaktionsplanung wurde dem Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung vom 13.10.2014 vorgestellt. Die Zustimmung des Gemeinderats zu den vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgte am 23.02.2015 in öffentlicher Sitzung. Auf dieser Grundlage wurde eine öffentliche Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt. Die Verwaltung wurde beauftragt die Umsetzung der Maßnahmen des Lärmaktionsplanes bei der Unteren Verkehrsbehörde des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald zu beantragen. Hierzu zählen neben den oft genannten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch weitere Maßnahmen, wie z.B. Geschwindigkeitskontrollen, die Förderung lärmarmer Verkehrsmittel, die Steuerung des Verkehrs, Baulicher Lärmschutz und der Einsatz von lärmmindernden Fahrbahndeckschichten.

 

Flurneuordnung B31 West – Änderung der Gemarkungsgrenzen

Bedingt durch den Bau der B 31 West sollen im Rahmen der Flurneuordnung die Gemarkungsgrenzen zwischen den Gemeinden March, Gottenheim und Umkirch angepasst werden. Die geplanten Änderungen der Verwaltungsgrenzen bedürfen nach § 58 Abs. 2 FlurbG der Zustimmung der beteiligten Gemeinden. Bei der Umsetzung der Flächenzu- und –abgänge im Rahmen der Flurneuordnung erhält die Gemeinde March eine Fläche von zusätzlichen 8 m² von Gottenheim und büßt gegenüber Umkirch 3 m² ein, so dass die Gesamtfläche der Gemeinde March sich um insgesamt 5 m² vergrößert. Bei den betroffenen Flächen handelt es sich ausschließlich um unbewohnte Gebietsteile. Der Gemeinderat hat der geplanten Änderung der Gemeindegrenzen zugestimmt.

 

Nachmittagsbetreuung Grundschule Neuershausen
Umbau des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses Neuershausen


Die Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Neuershausen wird derzeit durch den Förderverein der Grundschule Neuershausen organisiert. Durch die wachsende Nachfrage an Betreuungsplätzen kann der Verein dieses Angebot nicht weiter aufrechterhalten. Daher wird die Verantwortlichkeit mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 auf die Gemeinde March übergehen. Darüber hinaus besteht zusätzlicher Raumbedarf, der im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus realisiert werden soll. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, eine Machbarkeitsstudie intern zu erstellen. Der Ortschaftsrat hat sich dagegen für die Vergabe an einen Architekten ausgesprochen. Die Gemeinderäte haben sich mehrheitlich diesem Wunsch angeschlossen. Der Tagesordnungspunkt wurde daher vertagt. Die Verwaltung wurde beauftragt ein Planungsangebot einzuholen.

 

Annahme von Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen

Der Gemeinderat hat der Annahme mehrerer Einzelspenden in einer Gesamthöhe von 4.227,00 € zugestimmt. Der Hauptbetrag der Spenden in Höhe von 4.017,45 € kam den Flüchtlingen in der Gemeinde zu Gute.

 

Berichterstatter: Joachim Heinrich

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Redakteur / Urheber
Joachim Heinrich, Hauptamtsleiter Gemeinde March